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Trotzphase | Manic Motherhood - Blog für Erziehung, DIY-Anleitungen, Kinder, Basteln, gesunde Ernährung

Die Wahrheit zur Trotzphase

Bist du manchmal am Rande des Wahnsinns, weil dein Kind sich regelmäßig richtig schön daneben benimmt und eher wie ein zugelaufener Hund ohne Erziehung wirkt, als die Frucht deiner Lenden?

Die sozialen Medien zeigen sie uns, die Mütter mit mindestens drei Kindern im Alter zwischen 0 und 4 Jahren und deren Alltag, der scheinbar aus einem Märchen entsprungen ist.

Beim Anblick dieser vermeintlich immer gesitteten und sauberen Kindern, liegt der Gedanke nahe, dass man selber nichts unter Kontrolle hat und vollkommen versagt hat. Um diese schmerzhafte Illusion für alle Mal aus deinem Kopf zu verbannen, habe ich hier interessante Fakten und hilfreiche Tipps zum Thema: Trotzphase-Probleme.

Fakten der Trotzphase

Im Alter von etwa 18 Monaten beginnt das Kind sich selbst als eigenständige Person zu begreifen. Es lernt, dass es eigenständig Dinge bewirken kann und individuelle Entscheidungen treffen darf.

Die Trotzphase kann etwa im Alter von 18 Monaten beginnen und bis zum sechsten Lebensjahr andauern. Die meisten Kinder erleben ihren Höhepunkt jedoch zwischen dem zweiten und dem dritten Geburtstag.

Alles in diesem kleinen Menschen mit eigener Persönlichkeit drängt nun nach neuen Erfahrungen, neuen Wegen, neuen Situationen. Nichts soll das kleine Wesen ausbremsen, es will selbstständig werden und sich ausprobieren. Dann kommen wir Eltern mit unseren unverständlichen Regeln dazu, was keine gute Mischung darstellt.

Bis hin zum dritten oder vierten Lebensjahr, haben Kinder Schwierigkeiten Regeln zu begreifen. Ab dem dritten Geburtstag erwirbt der kleine Mensch eine wichtige Fähigkeit, um Regeln zu begreifen: Empathie (Bereitschaft und Fähigkeit, sich in die Einstellungen anderer Menschen einzufühlen).

Wenn also dein Kind im Alter von zwei Jahren immer wieder kräftig an den Haaren seines Spielkameraden zieht, heißt das nicht, dass es dessen Schmerz provoziert und versteht. Es sieht lediglich die Reaktion, die sich in diesem Fall wohl in einem Weinen äußert, kann aber den Schmerz nicht nachempfinden.

Somit bleibt nur die Erfahrung: Wenn ich an Haaren ziehe, weint jemand – interessant. Die Regel, dass man anderen nicht an den Haaren ziehen darf, kann noch nicht verstanden werden und muss mühsam erlernt werden. Und da sind wir als Eltern gefragt.

Ursache der Trotzanfälle

Ein Trotzanfall kann zwei Ursachen haben:
1.Dein Kind hat einen Wunsch, dem du ihm nicht erfüllen kannst.
2.Dein Kind muss etwas tun, was es nicht will.

In beiden Fällen muss dein Kind lernen, dass bestimmte Dinge nicht toleriert werden und sogar gefährlich sein können. Es muss verstehen, dass es zu bestimmten Zeiten nötig ist, etwas Unangenehmes zu tun. Das erreichen wir nur, indem wir liebevoll und kontinuierlich das Gleiche kommunizieren, jeden Tag, immer und immer wieder.

Kinder neigen dazu anfälliger für Trotzanfälle zu sein, wenn sie müde oder hungrig sind. Verständlich, mit mir ist auch nicht zu spaßen, wenn ich Hunger habe 🙂 Somit kannst du sensiblen Situationen aus dem Weg gehen, indem du diesen Bedürfnissen vorbeugst. Halte den täglichen Mittagsschlaf ein und stelle zu jeder Zeit gesunde Snacks bereit. Du kennst dein Kind am besten und weißt genau, was es wann braucht.

Selbstverletzendes Verhalten

Wenn ich meinen Sohn bitte, seine Finger aus der Steckdose zu nehmen, kann es schon mal vorkommen, dass er vor Wut seinen Kopf gegen die Wand stößt – seine Art von Protest.

Natürlich ist dieses Verhalten erschreckend, jedoch keine Ausnahme, sondern die Regel bei Kindern von zwei bis drei Jahren. Rund 80 Prozent aller Kinder – Jungen wie Mädchen – zeigen aggressives Verhalten.

Also keine Sorge, mit deinem Kind ist alles in Ordnung! Schenke diesem Vorgehen am besten keine Aufmerksamkeit und bleibe standhaft mit dem, was du ihm gesagt hast: Finger weg von der Steckdose!

Fazit

Die Trotzphase gehört wie die Pubertät zu jedem jungen Leben dazu. Jedes Kind ist anders und erkundet die Welt mit ganz unterschiedlichen Temperament bzw. Persönlichkeit. Wie wir am besten mit der Trotzphase unseres Kindes umgehen können, ohne uns selbst schreiend auf den Boden zu werfen, teile ich im folgenden Blogpost mit dir:

Ich freue mich auf deine wilden Berichte oder ratsamen Tipps zum Thema.

Alles Liebe,

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