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DER EINZIG KLUGE RAT FÜR ALLE ELTERN

Warum Idealismus schlecht für dein Kind ist

Selten waren Eltern in Erziehungsfragen so verunsichert wie heute. Der Druck, es „richtig“ zu machen, ist riesig. Das wahnsinnige Angebot von unzähligen Erziehungsratgebern auf dem Markt zeugt davon. Jedoch driftet all dies von der Intuition in die Angst und Bevormundung ab. Das Resultat in unseren Kindern ist dann genau das, was wir in keinem Fall wollen.

Erziehungswahn setzt Kinder lahm!
Wenn ich an meine Kindheit denke, sehe ich mich stundenlang selbst beschäftigen oder mit meinen Freunden in Büschen und Bäumen klettern. Insofern hatten Meine Eltern kaum Einfluss auf meine Freizeit und deswegen kannte ich Erziehung nur, wenn ich etwas Nachhilfe mit bestimmten Regeln gebraucht habe.

Darüber hinaus gab es für mich damals kein Treppenschutzgitter, kein Ofenverbrennschutz, kein Lernspiel- oder anderes technisches Spielzeug, keine Babykurse und keine 50 Geschenke unterm Weihnachtsbaum. Das heisst, ich hatte viel Freiraum und Freizeit, um mich zu entwickeln. Stattdessen gab es das Vertrauen meiner Eltern.

Heute werden wir, selbst Eltern, mit Unmengen von Sicherungstechniken und Ratgebern konfrontiert. Außerdem wird in uns permanent die Angst geschürt, wir könnten bei der Erziehung etwas falsch machen, damit wir diese Erziehungsratgeber ja auch kaufen. Währenddessen werden Kinder pausenlos bespaßt und bevormundet, was hingegen nicht weniger Unfälle/Verletzungen noch glücklichere Kinder hervorbringt!

Wo sind die unbeschwerten Zeiten hin, in denen wir unsere Kinder allein zum Einkaufen schickten, ohne Helm auf dem Gepäckträger mitfahren oder auch mal unbeaufsichtigt zuhause ließen?

Haben wir diese freie Prägung gegen den Erziehungswahn eingetauscht? In eine Zeit, in der du verurteilt wirst, weil dein Kind allein und unbeaufsichtigt zur Schule geht oder du angezeigt wirst, weil du mit deinem Kind nicht zum Arzt gehst, sondern es natürlich selbst behandeln willst?!

Unter dem Strich haben wir diese Welt selbst kreiert, weil wir mit unserer Unsicherheit, in Sachen Erziehung, genau diese Dinge hervorbringen. Anders ausgedrückt wollen wir, dass alles perfekt ist und unser Baby das Leben so unbeschadet wie möglich erlebt.

Aber schränken wir uns nicht hierdurch selber unheimlich ein? Berauben wir dadurch nicht unsere Kinder mit Freiheit und Leichtigkeit, obwohl wir so fürsorglich unsere Listen aus sämtlichen Ratgebern abarbeiten?

Eine Antwort auf alle Fragen
Als ich mit meinem ersten Sohn schwanger war, habe ich nur einen Ratgeber gelesen, weil dieser so einen wundervollen Unterton hatte. Ein Ratgeber, der durch das erste Jahr anschaulich zeigt, dass Babys genau über die Kompetenzen verfügen, die sie in ihrem jeweiligen Lebensalter und in ihrer Erfahrungswelt brauchen. Dass sie sich nicht vom Unfertigen zum Fertigen entwickeln, sondern von kompetenten Neugeborenen zu kompetenten Babys zu kompetenten Kleinkindern werden.

Demzufolge ist es ein befreiender Gedanke, dass wir unseren Fokus vom verkrampften Perfektionismus ablenken können. Stattdessen dürfen wir unseren Blick auf die beeindruckende Entwicklung des kleinen Wesens legen, das keine Impulse von unserer Seite, sondern nur Liebe und Fürsorge braucht?

Generell ist es irgendwie ein komischer Gedanke, dass du dir Bücher zu Gemüte ziehen sollst, die dir erklären wollen, wie du dein Kind zu erziehen hast. Bücher, geschrieben von jemanden, der dein Kind nie getroffen und eventuell gar keine Eigenen hat. Dabei ist es bekannt, dass jedes Kind anders ist und dementsprechend ganz individuelle Fürsorge benötigt.

Deshalb mach dich frei von allen Sorgen und gib den Gedanken auf, dass du alles in der Hand hast. Lebe deinem Kind vor, dass das Leben gelebt werden möchte, dass jeder Mensch eine Berechtigung für seine Art und Weise hat, und dass alle Umstände einen Grund haben, den es anzuschauen und liebevoll zu lösen gilt!

Ein Kind kann sich nur adäquat entwickeln, wenn es Erfahrungen machen darf. Wenn es lachen und toben, herunterfallen und sich weh tun darf, wenn es Regenwürmer sammeln und sich dreckig machen darf, wenn dein Kind Freunde haben und auch mal einsam sein darf, wenn es mal Klassenbester und mal Verlierer sein darf. Wenn es einfach leben darf!

Fazit
Kurz gesagt, verabschiede dich von allen Erziehungsratgebern und von allen Menschen und Ärzten, die dich unter Druck setzen. Treffe deine eigenen Entscheidungen und finde deine eigene Realität.

Lebe deinem Kind Selbstvertrauen, Mut und Liebe vor! Denn eine starke Persönlichkeit resultiert aus einem reichen Erfahrungsschatz, dem du deinem Kind nur geben kannst, indem du zwar Stütze bist, es das Leben aber selbst leben lässt.

Natürlich lese ich hin und wieder Artikel zum Thema Erziehung, jedoch nur, um wieder bei mir selbst anzukommen. Um zu realisieren, dass alles, wie es ist, perfekt ist. Dass mein Kind vollkommen und vollkommen okay ist.

Alles Liebe,

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